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1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland


26. Januar 2021

„#beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst“

LEIPZIG - Die ökumenische Kampagne „#beziehungsweise…“ ist ein Beitrag zum diesjährigen Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Sie möchte Anstoß geben, die enge Verbundenheit des Christentums mit dem Judentum wahrzunehmen. Dazu wird zu verschiedenen Veranstaltungen eingeladen. Unter www.juedisch-beziehungsweise-christlich.de  sind ausführliche Informationen zu finden.

Die Jüdisch-Christliche Arbeitsgemeinschaft Leipzig lädt jeweils am dritten Mittwoch im Monat zu Veranstaltungen im Rahmen des Festjahres ein. So hieß es in der ersten Veranstaltung am 20. Januar um 18:00 Uhr „Eine Heilige Schrift – zwei Religionen“.

Die Thora ist Quelle des Glaubens von Jüdinnen und Juden, wie von Christinnen und Christen als Teil der Bibel. Die einen lesen sie am Sabbat in der Synagoge, die anderen am Sonntag in der Kirche – beiden ist sie Heilige Schrift. Doch wie verstehen wir sie? Welche Traditionen der Auslegung gibt es und was macht diese aus?

Der 27. Januar ist der Internationale Gedenktag der Schoa, in Deutschland der Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus. Das Friedensgebet am 25. Januar in der Leipziger Nikolaikirche war diesem Gedenken gewidmet. Es wurde von der Jüdisch-Christlichen Arbeitsgemeinschaft gestaltet.

Eine weitere Vortragsveranstaltung der Jüdisch-Christlichen Arbeitsgemeinschaft findet am Donnerstag, 28. Januar, um 19:00 Uhr, per Zoom statt. Referent Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens, Darmstadt, spricht zum Thema „Neuzeitliche rabbinische Perspektiven auf das Christentum“. Immer wieder gab es innerhalb des Judentums die Diskussion um den Status des Christentums.

Ist es eine anerkannte Religion oder vielleicht aufgrund der Trinität kein Monotheismus? Spätestens seit der Aufklärung haben sich herausragende Rabbinische Gelehrte wie zum Beispiel Jacob Emden (1697–1776) bemüht, Christen in ihrem Glauben zu verstehen. Doch ist dies auf christlicher Seite bisher kaum wahrgenommen worden. Rabbiner Jehoschua Ahrens geht den frühen jüdischen Angeboten eines theologischen Gespräches nach.

Link zum ZOOM-MEETING: https://zoom.us/j/98747970059?pwd=Q200NVF6ZVhPYzdpYjd4NVhEN2xxUT09

Holocaust-Gedenken - Frauenmahl zum Jahresthema - Akademie-Lesung in Meißen 

DRESDEN - In Dresden findet die traditionelle Namenslesung der Dresdner Opfer des Holocaust an der Gedenktafel der Kreuzkirche nicht am 27. Januar statt, sondern sie wurde auf den 8. April (12:00 Uhr) verschoben.

Das Frauenmahl der Frauenarbeit der sächsischen Landeskirche am 7. März zwischen 18:00 und 19:00 Uhr nimmt ebenfalls das Jubiläum "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" zum Anlass, sowohl das Verhältnis zwischen Christentum und Judentum als auch die Vielfalt gegenwärtigen jüdischen Lebens in den Blick zunehmen. Das Frauenmahl wird als digitale Veranstaltung stattfinden! Anmeldung bis zum 28.02.21 an die Frauenarbeit.

Veranstaltungstipp: Vom 28. bis 30. Mai veranstaltet die Evangelische Akademie Sachsen in Meißen (Klosterhof St. Afra) Lesungen im Rahmen einer Tagung unter dem Titel „Josef der Träumer - Juden und Christen lesen die Bibel“.

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