Mitteilungen für Haupt- und Ehrenamtliche

Mitteilung

Bereich

Advent in der City


01. Dezember 2020

Gottesdienste und Vespern in den Kirchen der Stadt

DRESDEN - In Abhängigkeit aktueller Schutzverordnungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie planen die Kirchgemeinden in Dresden und Umgebung ihre Advents- und Weihnachtsgottesdienste. Insbesondere teils bisher geplante Open-Air-Veranstaltungen stehen auf dem Prüfstand. Neben Gottesdiensten und Vespern in den Kirchen gibt es eine Reihe digitaler Angebote, sowohl vorproduziert als auch Livestreams.

Singen im Advent

Das Singen muss soweit als möglich beschränkt werden, also werden in den Gottesdiensten weniger Strophen gesungen. Der Mund-Nasen-Schutz muss dabei immer getragen werden. Die sich in der Vergangenheit großer Beliebtheit erfreuter Weihnachtsliederabende müssen entfallen.

Um die Tradition des gemeinsamen Singens und Musizierens bei Adventsfeiern auch zu Hause erlebbar zu machen, haben Studierende und Dozenten der Hochschule für Kirchenmusik Dresden sowie die Landesposaunenwarte der Sächsischen Posaunenmission in der Loschwitzer Kirche zwei Videos (eines mit Adventsliedern und ein zweites mit Weihnachtsliedern) eingespielt. Über den YouTube-Link der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens sind die Adventslieder seit 28. November zu hören und zu sehen.

„Grüße von der Striezeltanne – Advent in der City“

Christian Behr selbst möchte deshalb gemeinsam mit Oberbürgermeister Dirk Hilbert hoffnungsstiftende Signale vom Altmarkt senden, wo jetzt eigentlich der Striezelmarkt stattfinden würde. Dresdnerinnen und Dresdner, Vertreterinnen und Vertreter aus Stadtverwaltung, Einzelhandel und den Innenstadtkirchen erzählen bei den „Grüßen von der Striezeltanne – Advent in der City“ täglich, was ihnen in der bevorstehenden Adventszeit wichtig ist und Hoffnung schenkt.

Die „Grüße von der Striezeltanne“ sind eine Gemeinschaftsaktion der Landeshauptstadt Dresden, des City Managements Dresden e. V. und der Dresdner Kirchen in Zusammenarbeit mit Sachsen-Fernsehen. Sie werden täglich am Abend auf Dresden-Fernsehen ausgestrahlt und sind u. a. unter www.kirche-dresden.de/adventskalender , www.facebook.com/kirche.dresden  oder www.dresden.de/adventsgruss  zu sehen.

Gute Erfahrungen der Dresdner Kirchgemeinden im Frühjahr mit Stationen-Gottesdiensten haben weitere Ideen für den Advent geprägt: Beim „Advent to go“ in Leubnitz-Neuostra öffnet sich jeden Adventssonntag zwischen 14:00 und 16:00 Uhr das Scheunentor auf dem Leubnitzer Pfarrhof für Familien mit Kindern. Zu jeder Viertelstunde gibt es kurze Andacht mit Überraschung.

Beim „Wandel-Advent“ der Kirchgemeinde Dresden-Ost wurde der seit vielen Jahren stattfindende „Lebendige Adventskalender“ so modifiziert, dass die Besucherinnen und Besucher am Hauseingang oder Gartentor vorbei spazieren, während beispielsweise Musik erklingt, etwas besonders illuminiert ist oder sie einen kleinen Gruß mitnehmen können. Die gleiche Gemeinde hat zudem einen digitalen Adventskalender vorbereitet mit Musik, Gedichten und Geschichten auf dem gemeindeeigenen YouTube-Kanal.

Im Gemeindehaus Dresden-Gruna in der Bodenbacher Straße gibt es einen Fenster- Adventskalender zu sehen. Jeden Tag um 16:00 Uhr leuchtet das neue Bild auf.
Winter-Weihnachts-Wunder-Geschichten via ZOOM bietet das Kirchspiel Dresden-Neustadt an allen Adventsfreitagen um 17:00 Uhr an. Der Link findet sich unter www.kirchspiel-dresden-neustadt.de .

In der Kreuzkirche Dresden finden täglich um 17:00 Uhr Striezel-(Markt)-Musiken zum Advent statt. An den Adventswochenenden sind jeweils um 17:00 Uhr Vespern des Dresdner Kreuzchores mit Auszügen aus dem Weihnachtsoratorium und dventlichen Motetten geplant. Genaue Informationen und Termine: www.kreuzkirchedresden.de/veranstaltungen

Frauenkirche

Dieser Advent ist anders als alle zuvor. Daher plant die Frauenkirche flexibel, macht zusätzliche Angebote und setzt auch auf die Kommunikationskraft der neuen Medien.

»Wir gehen gemeinsam und bestärkt durch die Aussicht auf die frohe Botschaft des Christfestes durch diese besondere Adventszeit. Darin dürfen wir uns gewiss sein, auch wenn in diesem Jahr so vieles unter Vorbehalt steht«, betont Maria Noth, Geschäftsführerin der Stiftung Frauenkirche Dresden. Frauenkirchenpfarrerin Angelika Behnke ergänzt: »Wie in dem wunderbaren Adventslied besungen, machen wir Türen und Tore der Frauenkirche weit – in diesem Jahr nun besonders im medialen Sinne. Und auch wenn für manche Veranstaltungen Türen verschlossen bleiben müssen, wissen wir doch seit 2.000 Jahren: Gottes Sohn kommt zu uns. Er lässt sich nicht von verschlossenen Türen abhalten. Gehen wir ihm mit adventlicher Hoffnung und mit Vorfreude auf das Christfest entgegen.«

Den ganzen Dezember über lädt die Frauenkirche zu Gottesdienst und Andacht ein. Für die Festtage sind aufwändiger gestaltete Gottesdienste geplant, auf die sich alle Mitwirkenden freuen. Zudem öffnet die Kirche jeden Tag für einige Stunden zum stillen Gebet. Dennoch wird alles flexibel geplant und verantwortungsvoll an die aktuellen Corona-Anforderungen angepasst.

Weihnachtliche Vesper aus der Frauenkirche

Erstmals seit 27 Jahren kann die traditionelle Weihnachtliche Vesper nicht auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche mit Tausenden Besucherinnen und Besuchern stattfinden. In den vergangenen Wochen hatte die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e.V. alles darangesetzt, sie mit einem abgestimmten Hygienekonzept zu planen. Die aktuellen Entwicklungen in der Corona-Pandemie machen die für viele Menschen bedeutsame Veranstaltung in der gewohnten Form jedoch unmöglich.

Umso größer ist die Freude darüber, dass viele Menschen die Weihnachtliche Vesper aus der Frauenkirche zur gewohnten Zeit am 23. Dezember um 17:00 Uhr dank einer Live-Übertragung des MDR Fernsehens miterleben können. Die Vesper wird gestaltet von Ludwig Güttler mit dem Kammerorchester »Virtuosi Saxoniae«, dem Organisten Friedrich Kircheis und dem Kammerchor der Frauenkirche unter der Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert. Die Predigt hält Landesbischof Tobias Bilz, die liturgische Leitung obliegt Frauenkirchenpfarrerin Angelika Behnke. Ministerpräsident Michael Kretschmer spricht und auch Oberbürgermeister Dirk Hilbert wirkt mit.

»Seit 1993 hat sich die Weihnachtliche Vesper vor der Frauenkirche einen festen Platz im Herzen der Dresdner Bevölkerung und ihrer Gäste erobert. Mit großer Ausstrahlung ist diese wichtigste Veranstaltung unserer Fördergesellschaft zur Tradition geworden. Deshalb sind wir dankbar, die 28. Weihnachtliche Vesper gemeinsam mit der Stiftung Frauenkirche und dem MDR Fernsehen in diesem Jahr aus der Frauenkirche senden zu können. So stimmen sich zahlreiche Menschen in nah und fern mit uns gemeinsam an den Fernsehbildschirmen, im Livestream und in der Mediathek auf Weihnachten ein«, erklärt Prof. Ludwig Güttler, Ehrenvorsitzender der Frauenkirchen-Fördergesellschaft.

Schmerzliche Konzertabsagen

Aufgrund der geltenden Allgemeinverfügungen von Bund und Freistaat werden wie schon im November auch im Dezember keine Konzerte stattfinden. Allein vom ersten Advent bis zum zweiten Christtag mussten insgesamt 26 Veranstaltungen – darunter acht Termine des Weihnachtsoratoriums, Gastspiele wie die von Harmonic Brass, den Airletts und des Alma Mahler Chamber Orchestras sowie die überaus beliebten Adventsliedersingen – abgesagt werden. Unter großem Aufwand waren diese noch Ende Oktober auf die neuen Platzierungsanforderungen hin angepasst worden. Alle Ticketinhaber*innen wurden nunmehr ein zweites Mal kontaktiert, um die Karten in Gutscheine umzuwandeln bzw. Rückbuchungen zu veranlassen. Dankbar ist die Stiftung für die Bereitschaft all jener, die sich für eine Ticketspende entschieden und großzügig auf die Erstattung verzichtet haben.

Klingender Adventskalender als Hoffnungszeichen

Auch wenn keine Konzerte stattfinden, wird Musik aus der Frauenkirche den Advent durchziehen. Dafür haben Sänger*innen des Kammerchores und des Chores der Frauenkirche, Musiker*innen des Ensemble Instrumenta Musica sowie Mitglieder des ensemble frauenkirche dresden jeweils unter der Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert ehrenamtlich und voller Herzblut 24 Türchen eines klingenden Adventskalenders gestaltet. Dieser ist ab heute unter www.frauenkirche-dresden.de/adventskalender  sowie auf den Social Media-Plattformen (YouTube, Facebook, Instagram) abrufbar. Der Kalender bietet neben bekannten Adventschorälen und Orgelbearbeitungen auch (wieder-)entdeckenswerte Kleinode für klein besetzte Instrumentalensembles, die klangvoll durch die Zeit des Erwartens führen.

»Der Advent ist für alle Musikschaffenden eine besonders intensive Zeit, die uns auch unserem Publikum in besonderer Weise nahegebracht hätte«, erklärt Frauenkirchenkantor Matthias Grünert. »Mit den 24 Grüßen wollen wir in Verbindung bleiben, Hoffnungszeichen setzen und einladen, mit dem Klang der Frauenkirche durch die Zeit bis zum Christfest zu gehen.«

Frauenkirchengottesdienste im Rundfunk und online feiern

Wie bereits zu Ostern plant die Frauenkirche einen eigens aufgezeichneten Online-Gottesdienst für den Heiligabend. Dieser wird am 24. Dezember ab 14:00 Uhr auf der Webseite der Frauenkirche sowie bei Youtube und Facebook zu finden sein. Am 25. Dezember überträgt der MDR den Festgottesdienst aus der Frauenkirche im Hörfunk ab 10:00 Uhr live. Da dies die Platzverhältnisse im Kirchenschiff beschränkt, stehen hierfür nur Plätze auf den Emporen zur Verfügung, für die das Pfarrbüro Einlasstickets vergibt. Am Neujahrstag ist dann wieder das ZDF zu Gast und überträgt den Gottesdienst live.

Teilen Sie diese Seite